
Auf Einladung der Fraktion Fortschritt aus Tradition hielt der Kollege Wolfgang Ernst am 10.10.2011 bei der Noweda in Frechen einen Vortrag über die Aktivitäten von „Apotheker ohne Grenzen“. Er ist Bundeswehrapotheker im Ruhestand und engagiert sich für die Entwicklungshilfeorganisation durch persönlichen Einsatz in Krisengebieten sowie durch seine Vorstandstätigkeit als Schatzmeister. Begleitet und unterstützt in seinem spannenden Vortrag wurde er von Kollegin Andrea Schikanski, die ebenfalls ein Gründungsmitglied von „Apotheker ohne Grenzen“ ist.
Unser Bild zeigt von rechts nach links den Kollegen Wolfgang Ernst, Kollegin Andrea Schikanski und den Vorsitzenden von Fortschritt aus Tradition, Dr. Ullrich Kindling.
Sehr anschaulich und einprägsam informierten die beiden zu folgenden Fragen und Themenstellungen Fragen:
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Fragen |
Kurzantworten |
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Wer sind wir? |
Die heute ca. 1000 Mitglieder sind Apotheker, PTA und einige PKA. Sie arbeiten größtenteils ehrenamtlich. |
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Was wollen wir? |
In Krisen Soforthilfe bieten, Vorsorge und Erziehung zum Umgang mit Arzneimitteln fördern, Gesundheitsversorgung in Ländern mit geringer sozialer Kompetenz koordinieren, die pharmazeutische Kompetenz in den Dienst des Umweltschutzes stellen |
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Was machen wir? |
kurzfristige Katastropheneinsätze (bis 8 Wochen), Projekte der Entwicklungshilfezusammenarbeit, Aufklärung in Deutschland (z.B. zum Thema AM-Spenden) |
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Warum muss es uns geben? |
Viele erfolgreiche Einsätze in Rumänien, Pakistan, Burma, Indien, Indonesien, Sri Lanka, Kenia, Uganda, Tansania und…, Projekte wie die Gesundheitsversorgung in den Slums von Buenos Aires |
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Was machen wir nicht? |
Arzneimittelsammlungen, Weiterleiten von Spendengeldern ohne Kontrolle durch die Organisation |
Besonders interessant für uns Apotheker war zu hören, dass Arzneimittelspenden an Entwicklungsorganisationen wenig sinnvoll sind. Der Verwaltungsaufwand für Sichtung und Lenkung dieser Spenden ist unverhältnismäßig groß und steht damit in keinem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis zu den Kosten des gezielten Einkaufs von Großbehältnissen, die aus einem speziellen Depot in Deutschland oder von der Industrie, teilweise auch vor Ort, für diese Zwecke erworben werden können.
Im Anschluss an den Vortrag wurde lebhaft diskutiert, ob auch der Einsatz von nicht Regierungsorganisationen in Krisengebieten Sinn macht, ob kleinere Organisationen wie „Apotheker ohne Grenzen“ in größeren aufgehen sollten und in welchem Umfang Kollegen auf Ihre Einsätze vorbereitet sein sollten. Kollege Ernst legte dar, dass eine gute Vernetzung mit anderen, großen Organisationen besteht und dass die besonderen Aspekte von „Apotheker ohne Grenzen“ die Entwicklungs- und Katastrophenhilfe sinnvoll ergänzen. Private Initiativen sollten nur mit einem gewissen Know-how agieren.
Wenn Sie Interesse haben sich intensiver zu informieren oder sich ggf. zu engagieren, besuchen Sie die Homepage www.apotheker-ohne-grenzen.de !

Beim traditionellen Neujahrsempfang der Apothekerkammer Nordrhein am 4. Januar 2012 in Düsseldorf zeigte Fortschritt aus Tradition deutliche Präsenz. Unser Bild zeigt die Kolleginnen Dörte Lange, Brigitte Kleinehanding und Christiane Heßling-Lemken, die gemeinsam mit einer Reihe von Kollegen aus unseren Reihen zur Veranstaltung in das Maxhaus gekommen waren. Sie lauschten gespannt den Ausführungen der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Ulrike Flach (FDP), die ein Grußwort an die versammelte Apothekerschaft entrichtete.
Die Politikerin äußerte sich darin unter anderem zu den umstrittenen BTM-Retaxationen, mit denen im Auftrag der Novitas BKK, der BKK vor Ort und der BKK Hoesch eine Vielzahl von Apotheken überzogen wurden. Nach Ansicht von Frau Flach haben diese Krankenkassen eine Schwelle überschritten. Das Vorgehen der Krankenkassen irritiere und müsse besorgt machen.
Darüber hinaus sprach sich die Staatssekretärin für den Erhalt der inhabergeführten Apotheke aus und erteilte den Kettenplänen der SPD eine klare Absage. Zur geplanten Novelle der Apothekenbetriebsordnung und insbesondere zu den sogenanten "Kiosk-Apotheken" äußerte Sie sich nach Meinung vieler Zuhörer eher sybillinisch. Unsere Damen waren sich jedenfalls einig - in dieser Richtung ist noch Überzeugungsarbeit notwendig.

In der Kammerversammlung der Apothekerkammer Nordrhen wurde am 16.11.2011 der Aufsichtsführende Ausschuss des Versorgungswerkes neu gewählt. Mit großem Abstand wurde an erster Stelle Kollege Ulrich Wegmann von Fortschritt aus Tradition in den Ausschuss berufen. Rund drei Viertel der anwesenden Delegierten waren sich einig und gaben ihre Stimme für unser langjähriges Mitglied ab. Auf unserem Bild gratuliert der Fraktionsvorsitzende Dr. Ullrich Kindling ganz herzlich zum überragenden Wahlerfolg. Im Anschluss waren fünf weitere Wahlgänge erforderlich, bevor sich die Kammerversammlung auf die endgültige Zusammensetzung des Ausschusses verständigen konnte.
Ebenfalls im ersten Wahlgang wurde Kollege Michael Schröder als Stellvertretendes Mitglied des Ausschusses geählt. Auch hierbei waren im Ergebnis mehrere Wahlgänge notwenig, um alle Stellvertreterpositionen besetzen zun können.
Zusammenfassend kommentierte Dr. Kindling das Wahlergebnis mit folgenden Worten: "Seriöse und sachorientierte Kammerarbeit zahlt sich eben aus. Die Kammerversammlung vertraut offenkundig Fortschritt ausTradition."